Norwegen Reiseroute

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Nachdem der Tourbus fertig gepackt ist, fahren wir im ersten Stepp von Kaarst in Richtung Flensburg und machen in Tarp den ersten Stopp. Im dortigen Landgasthof verbringen wir die Nacht, ein Zimmer mit Frühstück ist schon für 25,- € zu haben. Das Hotel und die Zimmer sind zwar schon etwas betagt, aber das Essen ist sehr gut und die Zimmer sind sauber.

Nach einem peinlichen Sieg der Finnen beim Eurovisions- Grand Prix am Abend und einem leckeren Frühstück am Morgen geht's weiter durch Dänemark zum Haven von Hirtshals. Bei Color Line checken wir ein, und pünktlich um 15:00 legt die MS Peter Wessel in Richtung Norwegen ab. Kaum sind wir aus dem Hafen auf dem offenen Meer kommt die Sonne raus. Also ab aufs Sonnendeck und ein paar UV Strahlen haschen, bis wir pünktlich um 20:15 im Hafen von Larvik anlegen.

Da es schon etwas spät ist, müssen wir schauen dass wir eine Hütte bekommen und wir starten in Richtung Porsgrunn weiter in die Telemark. Zu unserer Überraschung erweist es sich als schwierig eine Unterkunft zu finden. Es sind zwar schöne Plätze bei Nes und Gvarv und es stecken auch Schlüssel auf einigen Hütten, aber die Vermieter wollen uns telefonisch glaubend machen es wäre nix frei. Also ab ins Auto und bei Verpe verlassen wir die 36 und fahren über die alte Strasse in Richtung Seljord. Es ist schon ca. 23 Uhr, haben Hunger und noch kein Bett in Sicht, da steht plötzlich ein Elch vor uns auf der Strasse. Ich natürlich sofort die Cam gezückt aber leider ist trotz Blitz oder auch gerade deswegen nix zu sehen. Langsam setzen wir die Fahrt fort und bekommen sogar noch zwei Elche zu sehen.

Kurz vor Seljord finden wir einen schönen Campingplatz, die Schlüssel stecken auf einigen Hütten. Kurz bei den Nachbarn gefragt was ne Hütte kostet (500,- NOK), Auto ausladen und den Grill an machen. Die Hütte ist Klasse und wir bleiben für zwei Nächte, genug Zeit für etwas Erholung und Gegend erkunden.

 

Über die E 136 fahren wir weiter durch die Telemark in den Nationalpark Hardangervidda. Zwischen Josendal und Hildal rauscht der Latefoss 165 m in die Tiefe.

 Nach einer kleinen Rast geht's weiter bis Kinsarvik am Hardanger Fjord. Dort steuern wir einen Campingplatz an und nehmen eine Hütte direkt in der ersten Reihe mit einem Wunderbaren Blick in den Fjord.

Die Hütte ist verglichen mit der bei Seljord, alt und etwas überteuert, der Besitzer möchte 750,-NOK wir bieten max. 600,- NOK/Nacht, er nimmt an und wir bleiben zwei Nächte. Den nächsten Tag, an dem uns die Sonne verwöhnt, nutzen wir für einen Ausflug zum Wasserfall und Wasserkraftwerk von Kinsarvik.

Am Vatertag möchten wir gern mit der Fähre von Kinsarvik nach Utne übersetzen, da aber ein Feiertag ist und die Fähre erst in zwei Stunden ablegt, entscheiden wir uns über den Landweg zurück bis Odda und dann durch den gut 11 Km langen Mautpflichtigen Folgefonntunnel (60,-NOK) in Richtung Rosendal zu fahren. Von Lofallstrand nehmen wir die Fähre (128,. NOK)  über den Hardanger Fjord nach Gjermundshamm.

Durch das Hordaland gehts weiter, über Mundheim, Eiklandsosen, Samnanger, Vaksdal nach Voss, vorbei an den Tvinnefossen,

die sehr wenig Wasser führen, über Gudvangen, Flam, Aurland durch den 24,5 km langen Laerdaltunnel nach Laerdal. Dort verbringen wir die Nacht im Ferienpark, in einer sehr schönen Hütte für 685,-NOK.

Weiter geht es von Ardal/Ovre in Richtung Lom und damit es nicht zu langweilig wird, nehmen wir den Weg über den Pass nach Turtagro, dass muss einfach sein, da wir noch mal Schnee sehen wollen und da oben mit Sicherheit noch etwas liegt. Dieser Pass ist Mutpflichtig und es werden 50 Kronen fällig. Etwas Neuschnee und nur 3 bis 4 Grad sind nicht gerade das, was wir Ende Mai erwartet haben, aber so langsam kommt die Sonne raus und es wird etwas angenehmer. Oben auf dem Hochplateau bei ca. 1400 bis 1500 m sind ein paar Langläufer unterwegs und ganz hart gesottene Camper haben ihr Lager auf einem Felsvorsprung aufgeschlagen. 

Angekommen in Lom machen wir ein paar Einkäufe und fahren dann nach Nordberg, vorbei am Donfos Camping, einem sehr schön gelegenen und gepflegten  Campingplatz, weiter nach Geiranger. Nach einem kurzen Regen bzw. Schneeschauer, machen wir am Aussichtspunkt oberhalb von Geiranger Rast und nutzen die einmalige Aussicht (die Regenwolken haben sich verzogen und die Sonne scheint wieder) um die Eindrücke im Foto festzuhalten.

Im Ort machen wir uns auf die Suche nach einer ordentlichen Hütte, mit gewohntem Komfort. Gegenüber der Anlegestelle konnte man schon von Oben ein paar nette Hütten sehen die direkt am Fjord gelegen sind, dort fragen wir zuerst nach. Der erste Platz hat zwar sehr schöne Hütten direkt am Fjord, aber leider nur 2 Betten und eine Couch (450 Kronen möchte die Frau und auf Verhandlungen lässt sie sich gar nicht ein), aber direkt nebenan ist ja noch ein Platz und die Hütten sind größer und mit 2 Schlafräumen (leider sind sie alt und muffig) Der Preis interessiert uns nicht mehr und wir fahren wieder in den Ort, etwas den Berg herauf und finden direkt am Wasserfall eine, zwar alte, aber gepflegte Hütte (500,- NOK) mit Terrasse und einem schönen Blick in den Fjord. Wir stellen Tisch und Stühle nach draußen und genießen bis in den späten Abend die wärmende untergehende Sonne.  

Nach einer kalten Nacht in unserer Hütte, die sich wegen der fehlenden Isolierung als Bretterbude entpuppt, erledigen wir noch ein paar Einkäufe bevor wir mit der Fähre durch den Geiranger Fjord nach Hellesylt fahren. Von Hellesylt geht es diesmal nicht nach Stryn sondern weiter Nordwärts nach Stranda. Dort setzen wir mit der Fähre nach Liabvgda über (114,- Kronen) weiter geht’s über Valldal hinauf in die Berge. Die Landschaft ist einmalig und bei einer Pause, in einem offensichtlich beliebten Skigebiet, genießen wir eine erstaunliche Ruhe.

Oberhalb der Trollstiegen pausieren wir noch mal kurz, um der Kamera noch etwas Nahrung zu geben und ein Steinmännchen zum Leben zu erwecken. Die steilen Hänge und engen Strassen erinnern irgendwie an Bergtouren auf Lanzerote, nur gibt es dort keinen einzigen Wasserfall.

Über Andalsnes, Isfjorden pausieren wir bei Afarnes und nehmen eine Hütte bei Herje direkt am Langfjord, eine der größten und komfortabelsten die wir bisher hatten (500,- Kronen) Hier gibt es 3 Schlafzimmer, Küche mit Herd, Spülmaschine, Mikrowelle usw. sogar ein Eisschrank ist da. Besonderes Highlight ist ein Ofen mitten im Wohnraum (der allerdings viel Unterstützung benötigt bis das Feuer endlich richtig brennt.

Vom Hyttesenter Herje in Afarnes startet unser Trip mit der Fähre (100,- Kronen) nach Solsnes und weiter über Molde, Eide über die Atlantikstrasse nach Bremsnes und mit der Fähre (154,- Kronen) nach Kristiansund. Zurück nehmen wir den Landweg über die Brücke (111,- NOK) die Strasse am Tingvollfjord entlang bis Eidsvag, Eresfjord zum Hyttesenter Herje, da nichts anderes zu finden war. 

Da nun die letzten Tage anbrechen, fahren wir so langsam wieder nach Süden. Zurück nach Isfjord und Andalsnes nehmen wir die E136 durchs Skigebiet Bjorli nach Dombas, hier machen wir erst mal eine Kaffeepause. Weiter geht’s die E6 entlang und ab Kvam versuchen wir eine Hütte zu bekommen, erst bei Lillehammer finden wir bei Steinvik Camping, eine sehr einfache Hütte (500,-NOK).

Ein Abstecher nach Lillehammer zum Anschauen der Spielstätten, Sprungschanzen und eine kleine Shoppingtour durch die Einkaufsmeile von Lillehammer muss noch sein bevor wir weg von der E6, Richtung Gjovik, Honefoss wieder in die Wildnis fahren. Ab Honefoss sind wir auf der Suche nach einer Hütte, jedoch sind hier die Plätze dünn gesät und wir entscheiden uns die E134 in Richtung Kongsberg zu nehmen und dann Seljord anzusteuern, wo wir die ersten zwei Nächte verbracht haben.

Allerdings bleiben wir diesmal direkt am Ort, da wir am Campingplatz Seljortsporten eine schönere und größere Hütte, direkt an einem See gefunden haben. Der Platzwart möchte gern 800,- Kronen für die Nacht. Nach etwas Verhandeln haben wir die Hütte für 500,- pro Nacht und bleiben dafür auch die letzten drei Nächte hier um noch etwas auszuspannen. Das Wetter ist recht beständig, es regnet nicht und die Sonne wärmt spürbar. Eine gute Gelegenheit sich nach draußen zu setzen und den Blick auf den See zu genießen.

Am letzten Tag vor der Abreise, scheint die Sonne, wir liegen auf der Terrasse und haben die Füße hoch gelegt. Am See tummelt sich ein Wildgänsepaar mit 5 Jungen und auch eine Ente kommt mit der doppelten Menge an Küken vorbeispaziert.